Über uns



Ban Kulin schloss 29. August 1189 ein Handelsabkommen mit der Republik von Dubrovnik ab, auch bekannt als "Povelja Kulina bana". Dies ist eines der frühesten staatlichen Dokumente auf dem Balkan, geschrieben auf Bosancica, einer alt bosnischen Schrift. In diesem Dokument wird erstmals Bosnien und deren Bevölkerung Bosnjani erwähnt. Mehr über Bosnien im Mittelalter.

Als die Osmanen den Balkan eroberten, wurde die Unabhängigkeit des bosnischen Königreiches beendet. Osmanen herrschten von 1463 bis 1878 über Bosnien. Mehr über Bosnien unter Osmanen.

Der Berliner Kongress stellte 1878 die osmanische Provinz Bosnien unter österreichisch-ungarische Verwaltung, womit die Verbindung Bosnien und Österreich begann. 1912 wurde ein Islamgesetz erlassen, in dem die Religion offiziell anerkannt wurde. Die Bosnische Bevölkerung in der Monarchie hieß Bosniaken, unabhängig vom Religionsbekenntnis. Mehr über Bosnien unter Österreich-Ungarn.

Eine große Zahl von Bosniern kam bereits im früheren 20.Jahrhundert nach Österreich. Die große Mehrheit der Bosnisch-Österreicher jedoch, emigrierte nach Österreich während und nach der Aggression auf Bosnien (1991-1995). Nach Angaben der Statistik Austria (Januar 2016), leben mehr als 162.000 Menschen aus Bosnien in Österreich. Die größten bosnischen Gemeinschaften in Österreich werden in Wien, Wels und Linz gezählt, gefolgt von Salzburg und Graz.

Schon während der Aggression auf Bosnien und der ersten Flüchtlingswelle nach Österreich, begannen sich die Menschen aus Bosnien und Herzegowina zu organisieren um humanitäre Hilfe für Bosnien zu leisten.

Siradj Duhan hat Akademiker aus Bosnien aufgerufen, um die „Gesellschaft Bosnischer Akademiker in Österreich“ zu gründen. An der Generalversammlung im Jahr 1994, wurde Univ.Prof Dzevad Karahasan als erster Präsident der Gesellschaft gewählt.

BH-Akademiker - Dzevad Karahasan - Author Max AuffischerIn den ersten Jahren war unsere Gesellschaft damit beschäftigt, die richtigen Informationen aus Bosnien, der Welt zu präsentieren und das die bosnische Sprache in Österreich anerkannt wird. Für die Anerkennung der bosnischen Sprache haben sich unsere Univ.Prof. Alija Isakovic sowie Dzevad Karahasan eingesetzt.

Die Zusammenarbeit mit Simon Wiesenthal hat uns bestärkt. Simon Wiesenthal hat uns als Ehrenmitglied ermutigt immer weiter für die Wahrheit zu kämpfen.

Unsere Gesellschaft hat zwei Bücher herausgegeben: „Mit Bosniaken im Weltkrieg“ von Pero Blaskovic. Dieses Buch wurde erstmals 1939 in Belgrad gedruckt. Darin wurde die bosnische Sprache explizit erwähnt.
(Bosnische Sprache war in Jugoslawien nicht erlaubt)

Noch damals wurden Anomalien in der Interpretation des Islam beobachtet. Das hat uns zu weiteren Projekt animiert. Unser Smail Balic hat das Buch „Der vergessene Islam“ geschrieben. Dieses Buch erklärt die liberale Auslegung des Islam, der in Bosnien seit Jahrhunderten praktiziert wird. Das Buch ist immer aktueller.

Nach dem Ableben einiger Mitglieder, Alija Isakovic, Smail Balic, Pavo Jusuf Urban und Mahmud Pasic, hat unsere Gesellschaft ihren Schwerpunkt auf wirtschaftliche und kulturelle Tätigkeiten gelegt.

In den letzten Jahren organisiert die Gesellschaft Treffen mit Wirtschaftstreibenden aus Bosnien und Österreich, womit ein Beitrag für die Investitionen in Bosnien geleistet wird.

Wir organisieren Vorträge aus verschiedenen Bereichen um unsere Landsleute besser in die „Österreichische Community“ zu integrieren. Unser Frauenchor, der seit 2016 aktiv ist, leistet einen Beitrag dazu. Mehr über Kulturaktivitäten.

Schwerpunkte unserer Arbeit liegen weiterhin auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Bosnien, Zusammenarbeit mit anderen komplementären Gesellschaften, sowie die Unterstützung für die Gründung eines Informations-, Kultur- und Ausbildungszentrum.

Mit einem stärkeren Engagement von Univ.Prof. Anis Bajrektarevic, hat die Gesellschaft neue Impulse bekommen. Anis Bajrektarevic wird ein Team leiten, dass sich für die richtige Positionierung der Bosniaken in der österreichischen Gesellschaft einsetzt.

Derzeitiger Präsident der Gesellschaft ist Siradj Duhan.