MELETTA 2026
Arbeit für den Frieden: Gedenkfeier am Monte Meletta-Fior
Monte Meletta-Fior, Italien, 6. Juni 2026 – Vertreter Italiens, Bosnien-Herzegowinas und Österreichs kamen zusammen, um den 110. Jahrestag der Schlacht am Monte Meletta-Fior zu begehen.

Zu den Anwesenden sprachen der Bürgermeister von Foza, Bruno Oro, und der italienische General Pino im Namen Italiens, Oberst Wildberger im Namen Österreichs sowie General Ajnadžić im Namen Bosnien-Herzegowinas.
In allen Reden wurde die Bedeutung der Fortsetzung dieses Friedensprojekts betont, mit dem Ziel, dass zukünftige Generationen durch die Pflege einer Kultur des Gedenkens und des gegenseitigen Verständnisses die Wiederholung großer Tragödien und Kriege in Europa verhindern.
Weitere Informationen zum historischen Hintergrund dieser Veranstaltung sind verfügbar unter:
https://www.bhakademiker.org/de/monte-meletta/
Zum Abschluss der Gedenkfeier, nach der Kranzniederlegung am Denkmal, überreichte der Präsident der Gesellschaft Bosnischer Akademiker in Österreich, Siradj Duhan, dem neuen Bürgermeister von Foza sowie dem italienischen General einen Fes. Er hob hervor, dass der Fes, der einst bei den gegnerischen Armeen Respekt und Ehrfurcht auslöste, heute als Symbol der Versöhnung zwischen Völkern und Staaten betrachtet werden sollte. Diese Botschaft fand bei den Anwesenden großen Anklang.

Er äußerte auch die Hoffnung, dass Italien weiterhin den europäischen Weg Bosnien-Herzegowinas unterstützen werde, was zusätzlich zur Vernetzung und Zusammenarbeit aller drei Staaten innerhalb der Europäischen Union beitragen würde.
Kurz über den Fes
Der Fes war ein fester Bestandteil der Uniform der bosnisch-herzegowinischen Soldaten in der österreichisch-ungarischen Armee und hatte keinerlei Zusammenhang mit der religiösen Zugehörigkeit. Bei feierlichen Anlässen wurde ein roter Fes getragen, während unter Kampfbedingungen ein grauer verwendet wurde. Es gab auch eine weiße Variante des Fes, die von Marinesoldaten bosnisch-herzegowinischer Herkunft getragen wurde.
Der Fes stellt daher einen Teil der militärischen Tradition und Mode jener Zeit dar und kein religiöses Symbol. Darauf deutet auch die Büste von Vuk Karadžić mit Fes hin, die sich im Institut für Slawistik in Wien befindet.
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