Wien, 27. Februar – Anlässlich des 1. März, des Unabhängigkeitstages von Bosnien und Herzegowina, fand im österreichischen Parlament eine Konferenz unter dem Titel „Bosnien und Herzegowina in der EU“ statt. Die Veranstaltung wurde von der Gesellschaft Bosnischer Akademiker in Österreich und der Österreichisch-Bosnisch-Herzegowinischen Gesellschaft organisiert, mit Unterstützung des österreichischen Parlaments.

Auf der Konferenz sprachen zahlreiche hochrangige Gäste. Seitens Österreichs wandten sich Beate Meinl-Reisinger, die österreichische Außenministerin, Helmut Brandstätter, Mitglied des Europäischen Parlaments, sowie Andreas Minnich, Mitglied des österreichischen Nationalrats, an die Teilnehmer.

Für Bosnien und Herzegowina sprachen Elmedin Konaković, Außenminister von Bosnien und Herzegowina, sowie Danka Savić, Botschafterin von Bosnien und Herzegowina bei den Vereinten Nationen.

Die bosnische Diaspora wurde durch Siradj Duhan, Präsident der Gesellschaft Bosnischen Akademiker, und Prof. Anis Bajrektarević vertreten.

 

Auszug aus der Rede von Siradj Duhan:

Ein Vorschlag für die Zukunft: Die begleitende Mentorschaft

Wir schlagen daher vor, dass ein europäischer Staat – idealerweise Österreich aufgrund seiner historischen Verbundenheit und frühen Unterstützung – die Rolle eines Mentors für Bosnien und Herzegowina auf seinem Weg in die Europäische Union übernimmt.

Die Grundzüge dieses Vorschlags sehen wie folgt aus:

  • Expertenteams aus dem Mentorland und aus Bosnien und Herzegowina erarbeiten gemeinsam die von der EU geforderten Gesetzesgrundlagen und begleiten die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen.
  • Diese gemeinsam entwickelten Dokumente durchlaufen anschließend das reguläre parlamentarische Verfahren in Bosnien und Herzegowina.
  • Für den Fall, dass das Parlament die erarbeiteten Vorschläge nicht zeitgemäß behandelt oder blockiert, wäre ein Eingreifen des Hohen Repräsentanten vorgesehen, um die Umsetzung zu gewährleisten und den europäischen Kurs nicht zu gefährden.

Dabei stünden verschiedene demokratische Mittel zur Verfügung; das Referendum ist eines davon.

Die Vision ist klar: Ein geeintes und voranschreitendes Bosnien und Herzegowina in der Europäischen Union. Die Grenzen, die heute für viele Menschen, die zwischen Bosnien und der EU pendeln, noch eine Hürde darstellen, würden an Bedeutung verlieren. Europa braucht diesen Leuchtturm wieder – ein Bosnien, das an seine Tradition der Offenheit und des freien Geistes anknüpft.

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